Mittwoch, 10. August 2011

Eine spiegelglatte Oberfläche aus Steinen

Ich liebe Züge,
vor allem die der Menschen.
Ich sehe mein Leben aus einer Kameraperspektive,
diese, wo sich das Auge dreht und ständig die Geschwindigkeit ändert,
sie ist wie das Leben,
etwas, was wir nie haben!
Einst war ich ein Mensch, heut bin ich gezeichnet:
ein Meisterwerk, von vielen Künstlern, sie verderben den Brei.
Wer sagt, dass nur Köche dies können?
Sehen Sie, ich versuchte meinen Kompass zu verkaufen und hab dabei den Faden verloren.
Ich stelle fest: kein Unten, kein Oben.
Mein Kopf ist ein Steinbruch!
Und ich liebe dieses Gefühl, welches ich nicht mag.
Wir leben bis wir sterben.
Bis dahin haben wir Zeit eine Ausrede zu finden,
warum genau wir so sind.
Ich kann Ihnen über diese Aussage erzählen so viel ich will,
aber nur eins weiß ich genau: sie ist eine Lüge. 
Und ich weiß auch, dass es dies ist, was Sie nicht hören wollen.
Also sage ich nichts und habe damit meine Lüge gefunden.
Ich darf sterben.
Auf der Suche nach dieser Ausrede, die wir Sinn nennen, um es zu tarnen,
stoßen wir zu oft auf das Wort Glück,
ich schließe mich nicht aus, wurde selbst oft genug davon abgelenkt und geleitet.
Es ist nichts Schlimmes. Sie brauchen sich nicht schämen. Bitte lachen Sie wieder.
Ich habe etwas gefunden, was ich bei Ihnen gesucht hab.
Es war nicht Glück, ich weiß nicht, wie ich es nennen soll.
Zu oft suchen wir nach Worten um etwas zu beschreiben, und selbst
„unbeschreiblich“ ist so ein künstliches, hässliches Wort.
Dies waren jetzt 254 Wörter, richtig ich habe sie gezählt.
Und jetzt sehen Sie: es war sinnlos.
Ich muss los, ich würde gern Ihren Zug noch erwischen,
ich liebe es ihn anzusehen, ihn zu betrachten und darüber zu lächeln, weil er mir gefällt.
Ihr Künstler hat eine neue Farbe gefunden.
Ich finde sie schön.

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